54politik: Wenns bei der Feuerwehr brennt

Feuerwehr

Akute Nachwuchssorgen bei aktuell zu wenig Personal, dazu eine völlig marode Hauptwache: Die Liste der Herausforderungen alleine für die Trierer Berufsfeuerwehr ist lang. In Sachen Neubau der Hauptwache scheint erstes Licht am Ende des Tunnels sichtbar – vieles spricht für das Gelände des alten Polizeipräsidums an den Kaiserthermen. Doch die Feuerwehr hat derzeit vor allem personelle Sorgen. Über diese und weitere Themen diskutieren die Gäste in der aktuellen Ausgabe von 54politik.

Die Zahl der Einsätze für Feuerwehr und Rettungsdienste steigt auch in Trier Jahr für Jahr deutlich an, genau wie die bürokratischen Aufgaben im Hintergrund. Doch mehr Personal, das bedeutet auch höhere Kosten – bis zu 71 neue Feuerwehrleute sollen in Trier in den kommenden Jahren eingestellt werden. 220 Personen wären dann rund um Feuerwehr und Rettungsdienst in städtischer Anstellung. Doch die sind schwer zu finden, denn gesucht wird überall in Deutschland. Köln will rund 600 neue Stellen schaffen, Luxemburg professionalisiert Feuerwehr und Rettungsdient – und zahlt besser als auf der deutschen Seite. Und selbst die Bundeswehr lockt Feuerwehrleute mit höheren Einkommen. Feuerwehr und Stadt arbeiten – anders als beispielsweise im Fall des Theaters – eng und vertrauensvoll zusammen und haben vernünftige und maßvolle Entwicklungskonzepte erarbeitet. Kosten aber werden bleiben.

Vor allem aber scheint es Zeit für eine Imagekampagne. In Zeiten des Fachkräftemangels ist es schwer, Feuerleute zu finden. Denn die müssen erst eine handwerkliche Ausbildung absolviert haben und dann insgesamt fünf Jahre in Rettungsdienst und Feuerwehr lernen. Da geht so mancher lieber den Weg im Handwerk weiter, anstatt sich im Einsatz vermehrt von angreifen lassen zu müssen – die Fälle von Gewalt gegen Feuerwehr und vor allem dem Rettungsdienst steigen brisant an. Wie kann die Aufgabe der Feuerwehr – und ganz besonders auch bei den elf freiwilligen Wehren in Trier – wieder attraktiver gemacht werden?

Dazu diskutieren im OK54-Studio bei Moderator Sebastian Lindemans: Thorsten Wollscheid (CDU), Petra Kewes (Bündnis90/Grüne), Jessica Kreutz (Die Linke) und Jörg Schädlich (UBT).